WISSENSWERTES

Der Granat fasziniert die Menschheit schon seit Jahrtausenden! Wegen seiner Härte diente der Granat bereits in der Steinzeit zum Feuerschlagen. Granate wurden in den alten Reichen des Zwischenstromlandes und Ägyptens als Schmuckstein verwendet. Die Griechen wie die Römer schätzten sein rotes Feuer. Plinius der Ältere (23 v. Chr. – 79 n. Chr.) nannte ihn „carbunculus“ (Karfunkelstein).
DER SCHATZ AUS DEN NOCKBERGEN
Die Millstätter Alpe gilt als Schatzberg, denn unter ihrem grünen Teppich liegt das größte Granatvorkommen der Alpen. Ein beeindruckendes Zeichen dafür ist das Granattor, das auf der Millstätter Alm errichtet wurde.
WUSSTEST DU, DASS…
Granat – der Name kommt aus dem Lateinischen („granum“ = Korn, „granatus“ = körnig). Kein Wunder: Seine Struktur und Farbe erinnern an die saftigen Kerne eines Granatapfels!
Der Granat steht für Lebensfreude, Vitalität und Entschlossenheit. Er soll Energie spenden, das Herz-Kreislauf-System anregen und innere Kraftreserven aktivieren. Ein echter Power-Stein für mehr Selbstbewusstsein und Lebensfreude!
Böhmischer Granat oder nur Glas? Mach den Licht-Test! Halte den Stein ins Tageslicht: Echter Granat schimmert von oben dunkelrot, in der Durchsicht bräunlich. Glas? Keine Veränderung.
Wind und Wetter formen Granate zu Kugeln, die auf den Almwegen der Millstätter Alpe liegen. Direkt aus dem Glimmerschiefer geschürft, zeigt der Stein seine natürliche Schönheit. In der Granat Erlebniswelt Granatium kann man selbst schürfen und schleifen oder die Steine vom Granatschleifer polieren lassen.
Der Name sagt alles: „Demantoid“ bedeutet diamantähnlicher Glanz – und genau das macht ihn so besonders. Diese Varietät des Granatminerals Andradit ist nicht nur selten, sondern auch die teuerste ihrer Art. Seit seiner Entdeckung 1853 in Russland gilt er als einer der wertvollsten Edelsteine überhaupt.
Im Mittelalter war der Karfunkelstein ein echter Mythos – und wegen seiner feurig roten Farbe wurde er sogar als „Blutstropfen Christi“ verehrt.
Der Granatstollen ist einzigartig in Europa – die einzige begehbare Granatader! Tauche ein in die faszinierende Welt dieses Edelsteins und erlebe hautnah, wie Granat in seiner natürlichen Umgebung vorkommt.
Mit einer Härte von 6,5 bis 7,5 sind Granate relativ harte Edelsteine, die in jeder Art von Schmuck verwendet werden können. Aufgrund ihrer attraktiven Färbung sind Granate schon immer die am häufigsten verwendeten Edelsteine gewesen.
Granat gibt es in vielen Variationen – und aus vielen Ecken der Welt. Ob aus Indien, Kenia, Madagaskar, Mosambik, Nigeria, Sri Lanka oder Tansania – jede Herkunft verleiht ihm ihre ganz eigene Note.
Der Granat ist nicht nur feuerrot – er kommt in vielen Farben vor! Je nach chemischer Zusammensetzung kann er folgende Farbtöne haben

WER ES GANZ GENAU WISSEN WILL – ZUR GESCHICHTE
Woher stammt das Wort Granat?
1250 erwähnt Albertus Magnus in seinem Werk „De mineralibus“ den Namen Granat erstmals. Dieser leitet sich vom lateinischen Wort „granum“ für das Korn ab. Die Völkerwanderungszeit und das frühe Mittelalter führte zu einer ersten Hochblüte der Granatverarbeitung. Einlegearbeiten von oft nur 1 mm dicken Granatplättchen wurden mit Gold flächendeckend in Zellentechnik verarbeitet. Diese östliche Tradition wurde über die Hunnen, Awaren, Gepiden, West- und Ostgoten in die germanischen Königsreiche übernommen. Für die Langobarden, Franken und Merowinger war der Granat ein Hauptschmuckstein.
Blütezeit des Granats
Durch Gründung eines Steinschleifzentrum in Prag initiierte Rudolf II eine neue Hochblüte des Granats. Die besten Steinschleifer seiner Zeit (aus Freiburg und die Miseronis aus Mailand, arbeiteten an seinem Hof. Im böhmischen Turnau entstand ein neues Zentrum der Granatverarbeitung. Hier gab es ein reichliches Vorkommen intensiv roter aber sehr kleiner Granate. Zu dieser Zeit waren bis zu 10.000 Personen beschäftigt.
Niedergang der Industrie
Neue Vorkommen in Südafrika, wo Granate als Nebenprodukt der Diamantseifengewinnung anfielen (Kaprubine) und eine Änderung der Schmuckmode bewirkten den Niedergang dieser Industrie. Aus den großen Zentren der Granatschleiferindustrie in Turnow (Turnau) und Gablonz ist später die Glasschmuckindustrie hervorgegangen (Strass Schmuck).
DIE BUNTE WELT DES GRANATS

Der Granat ist nicht nur feuerrot – er kommt in vielen Farben vor! Je nach chemischer Zusammensetzung kann er folgende Farbtöne haben:
- Rot & Dunkelrot – (Pyrop, Almandin) Der Klassiker!
- Orange & Gelb – (Spessartin, Grossular) Strahlend & warm!
- Grün – (Tsavorit, Uwarowit, Andradit) Selten & faszinierend!
- Farblos bis Weiß – (Leuko-Granat) Edel & dezent!
- Violett – (Seltene Mischformen) Mystisch & elegant!
- Schwarz – (Melanit, Andradit) Tief & geheimnisvoll!
Einzig Blau gibt es bei natürlichen Granaten nicht – aber alle anderen Farben machen ihn zu einem der vielseitigsten Edelsteine überhaupt.
Almandin - der häufigste Granat

Der Almandin ist die verbreitetste Granatart und wird weltweit in schleifwürdigen Kristallen gefunden. Auch die Granate aus Radenthein bestehen meist aus Almandin mit Pyrop-Anteil. Da die meisten Edelstein-Granate Almandine sind, verbinden wir Granat automatisch mit Karfunkelrot. Genau genommen ist „Granat“ jedoch der Überbegriff für eine ganze Mineralfamilie.
Grossular - der farbenfrohe Granat

Uwarowit - der seltene Smaragd-Granat

Der seltene Uwarowit verdankt sein intensives Smaragdgrün dem hohen Chromgehalt. Er kommt vor allem in Russland, Finnland und Kanada vor, bildet aber meist nur winzige Kristalle, die selten für Schmuck geeignet sind. Ein echtes Sammlerstück!
Demantoid - der König der Granate

Der Demantoid, benannt nach seinem diamantähnlichen Glanz, ist die teuerste Granat-Varietät. Seine leuchtend grüne Farbe (von hellgrün bis smaragdgrün) verdankt er dem Chromgehalt. 1853 in Russland entdeckt, wurde er schnell zum Lieblingsstein von Fabergé und zierte die Juwelen der Zarenfamilie. Ein seltener Schatz unter den Edelsteinen!
Spessartin - der feurig-orange Granat

Er ist selten und besonders begehrt, vor allem aus Madagaskar, Nigeria und Brasilien. Ein echter Hingucker unter den Granaten!
Pyrop - der ``Böhmische Granat``

Der Pyrop ist als „Böhmischer Granat“ bekannt. Früher wurde für böhmischen Granatschmuck häufig der Radentheiner Granat verwendet.
Andradit - der vielseitige Granat

Andradit wird auch als Calcium-Eisen-Granat oder Kalkeisengranat bezeichnet. Typisch ist für ihn die gelblichgraue bis dunkelstrohgelbe Farbe.
DIE MYSTISCHE KRAFT DES GRANATS

- Herzstärkend & bewahrt das Feuer der Freundschaft
- Stärkt Selbstvertrauen, Lebens- & Willenskraft (besonders am Hals getragen)
- Schützt vor Alpträumen – nordamerikanische Ureinwohner nutzten ihn in Traumfängern
- Soll Blutungen stillen – daher trugen ihn die Kreuzritter als Schutzstein
- Im Buddhismus gilt er als heilender Stein, der die Seele erhellt & positive Wesenszüge stärkt
Neugierig geworden? Dann entdecke die Welt des Granats – besuche uns im Granatium!
WARUM DER GRANAT „BLUTSTROPFEN DER NOCKBERGE“ GENANNT WIRD
Helmut Prasch, der Verfasser vieler heimatkundlicher Schriften, erzählt in einem seiner Bücher „Blutstropfen der Nocke“ von der Zeit der Sagen und Märchen, als man im „Volke raunte, in den Nockbergen seien einmal wegen ihrer Schätze die menschlichen Gewalten so aufeinander geprallt, daß die wunderschönen „Blutströpfel“ (Kohlröschen) als wohlriechende, tiefrote Blüten aufgingen, um einen sagenhaften Hinweis zu geben, daß noch mehr der Blutstropfen zu Stein geworden sind, und zwar zu dunkelroten Granaten, eingewachsen unten den Matten der urzeitlichen Nocke“.
Daher sprechen wir in den Nockbergen, wenn wir vom Granat sprechen, auch von den Blutstropfen der Nockberge. Eine Sage erzählt auch von den „hadischen Leut“, fürchterlichen Riesen, die furchtbare Kriege gegeneinander führten, die Granate seien die versteinerten Blutstropfen solcher Schlachten.

